Süss hielt für ihre Kreise an der altbewährten Technik der Kaltnadelradierung fest, ließ aber das spitze Werkzeug auf Speichermedien des 20. Jahrhunderts treffen. CDs und LPs dienen als „Druckplatten”, auf die sie HTML-Befehle, Lyrik und Prosa, Beatles-Texte oder schlicht Symbole kratzt.

Während CDs ein gutes Druckmedium sind, geben die Langspielplatten oft nur ein oder zwei vernünftige Drucke her. Der  Drucker Jochen Lorenz von der Obergrabenpresse besaß das nötige Fingerspitzengefühl, um diesen unkonventionellen Druckplatten ein passables Ergebnis abzuringen Die geritzten Texte, Symbole, Konzertrezensionen und sonstige journalistische Arbeiten über Musik – erscheinen auf dem Papier als eine Mischung aus Hoch- und Tiefdruck, während der Hintergrund in verschiedenen Nuancen von körnigem Grau ins Weiße changiert.

 

aus „Quadratur des Kreises" von S. & U. Krüger


 

 

Katrib Süss - Radierungen

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